Die neue Kita ist als großes, kompaktes „Wohnhaus“ konzipiert. Der Split-Level-Typ reagiert auf den Hang und die Lage zur weiten Landschaft im Süden, indem die Serviceräume auf der Nordseite eingeschossig angeordnet, die Gruppenräume über zwei Geschosse nach Süden zum Tal hin ausgerichtet sind.
Dieses eindeutige Raum- und Hauskonzept bestimmt die bergende Anmutung der neuen Kita: nach Norden ein tief herunter gezogenes begrüntes Dach als wärmender Pelz und nach Süden das große Photovoltaikdach. Dieses wurde als sog. Bürgersolarkraftwerk konzipiert. Hierzu haben die Baufrösche mit anderen Planungsbeteiligten die GbR-Kita-Solar gegründet, an welcher weitere Interessierte Anteile erwerben können. Die Stadt Kassel stellt das Dach für einen symbolischen Betrag von einem Euro je Jahr zur Verfügung.
Im Inneren entwickelt sich eine wohnliche Atmosphäre mit übersichtlicher Erschließung. Die Kleinkindergruppen haben einen direkten Ausgang in den Spielgarten. Die Räume der Hortkinder sind im OG angeordnet, mit einer Galerie im Dachraum als Rückzugsbereich. Der Mehrzweckraum im OG bekommt durch den Dachraum eine schöne Proportion und im hinteren Bereich eine Raumerweiterung, die auch als Bühne für das „Kindertheater“ genutzt werden kann.